Wander-Guide Pyrenäen: 8 Top-Wanderungen

Reed Chapman

Der Siesta-Entdecker

Wandern in den Pyrenäen.

Wandern in den Pyrenäen ist wie ein Abenteuer mitten im Paradies: Mit majestätischen Gipfeln, grünen Tälern und unzähligen Pfaden ist diese Region ein Traumziel für alle, die die Natur am liebsten zu Fuß entdecken. Egal, ob du ein erfahrener Wanderer bist oder nur ab und zu einen gemütlichen Spaziergang mit toller Aussicht genießt; in den Pyrenäen kommt jeder auf seine Kosten. Ob entspanntes Sommer-Picknick am Lac de Gaube oder eine aufregende Bergtour auf den Monte Perdido, du entscheidest, wie dein Tag aussehen soll.

Was gibt’s Besseres, als all dies mit dem Campervan zu erleben? Stell dir vor, du wachst auf mit Blick auf das Bergpanorama auf, steigst aus dem Camper aus, gehst direkt Wandern und schließt den Tag mit einem gemütlichen Essen unterm Sternenhimmel ab. Mit unserem Camper mieten in Barcelona, nur einen Katzensprung von den Pyrenäen entfernt, macht dir Siesta Campers den Start ins Abenteuer ganz leicht. Einfach einsteigen und losfahren!

Als Teil unserer Siesta Campers Wanderguide-Serie stellen wir dir hier 8 der schönsten Wanderungen in den Pyrenäen vor. außerdem findest du hier viele Tipps, wie dein nächstes Outdoor-Abenteuer und dein Campervan-Urlaub unvergesslich werden.

Camper in den Pyrenäen.


1. Cirque de Gavarnie – Das Wander-Highlight der Pyrenäen

Dieses von der UNESCO ausgezeichnete Gebirgstal-Panorama mit steilen Felswänden und spektakulären Wasserfällen zählt zu den beliebtesten Wanderzielen in den Pyrenäen. Der eher einfache Wanderweg führt dich direkt zu einem echten Highlight: einem spektakulären Wasserfall, der mit 400 Metern der höchste in ganz Frankreich ist. Wer im Winter reist, findet sich in einer glitzernden Winterwelt wieder. Dank der beheizten Campervans von Siesta Campers bleibt es selbst bei frostigen Temperaturen gemütlich warm.

  • Schwierigkeitsgrad: Leicht bis Mittelschwer
  • Entfernung: 8 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 350 m
  • Streckenverlauf: Rundtour
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Ideale Wanderzeit: Mai bis Oktober (ganzjährig begehbar, wobei im Winter bei Schnee die Strecke deutlich anspruchsvoller wird).
  • Vor Ort: Im Dorf Gavarnie findest du Restaurants und Cafés, am Ausgangspunkt der Wanderung öffentliche Toiletten. Keine Wasserquellen auf dem Weg selbst!

Tipp: Mach dich rechtzeitig auf den Weg, um den Menschenmassen zu entkommen und das erste Sonnenlicht auf den Felswänden zu genießen.

Wanderung zum Cirque de Gavarnie mit einer Landschaft aus Klippen, Wasserfällen und üppigen Wäldern.

Cirque de Gavarnie

2. Lac de Gaube – Ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch

Eine kurze, aber lohnenswerte Panorama-Wanderung führt zum türkisblauen Lac de Gaube, der malerisch vor dem imposanten Vignemale-Massiv liegt. Der perfekte Ort für ein Sommer-Picknick, da du deinen Proviant nicht kilometerweit schleppen musst.

  • Schwierigkeitsgrad: Leicht
  • Entfernung: 8 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 351 m
  • Streckenverlauf: Rundtour
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Ideale Wanderzeit: April bis November (im Winter kann bei Schnee und Eis zusätzliche Ausrüstung erforderlich sein).
  • Vor Ort: Café am See (in der Wandersaison geöffnet), Restaurant an der Pont d’Espagne und öffentliche Toiletten am Ausgangspunkt der Wanderung.

Tipp: Wenn du dir den Aufstieg sparen willst, kannst du einfach die Seilbahn zur Pont d’Espagne nehmen und so die Wanderung abkürzen.

Wanderung zum Gaube-See in den Pyrenäen.

Lac de Gaube

3. Pic du Midi d’Ossau – Ein echtes Bergabenteuer

Dieser markante Gipfel ist eines der absoluten Highlights beim Wandern in den westlichen Pyrenäen. Die Wanderung ist wegen der Kletterpassagen eher schwierig. Die Anstrengung wird aber durch den Panoramablick vom Gipfel aus belohnt. Wer die Aussicht in ungünstigeren Monaten ohne Kletterei genießen möchte, kann einfach die Seilbahn nehmen.

  • Schwierigkeitsgrad: Schwierig
  • Entfernung: 21,6 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 1,494 m
  • Streckenverlauf: Rundtour
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Ideale Wanderzeit: Juni bis September (im Winter bei Schnee nur mit entsprechender Bergausrüstung zu empfehlen).
  • Vor Ort: Nur begrenzte Infrastruktur – keine Toiletten oder Verpflegungsmöglichkeiten entlang der Strecke. Viel Wasser mitnehmen!

Tipp: Nur zu empfehlen, wenn steile Aufstiege und ausgesetzten Passagen für dich OK sind.

Pyrenäenwanderung Pic du Midi d'Ossau.

Pic du Midi d’Ossau

4. Ordesa-Tal – Wandern im Grand Canyon Spaniens

Eine atemberaubend schöne Wanderung durch den Ordesa Nationalpark, mit tief eingeschnittenen Schluchten, Wasserfällen und imposanten Felswänden. Der Weg zum Wasserfall Cola de caballo (spanisch für „Schachtelhalm“) gehört zu den schönsten, beliebtesten und lohnendsten Wanderungen im Park.

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Entfernung: 17,9 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 634 m
  • Streckenverlauf: Rundtour
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Ideale Wanderzeit: April bis Oktober (im Winter bei Schnee nur eingeschränkt zugänglich).
  • Vor Ort: Am Ausgangspunkt gibt es Toiletten und ein Café, unterwegs jedoch weder Verpflegung noch Wasserstellen.

Tipp: Dieser Wanderweg ist sehr beliebt – übernachte am besten in der Nähe und starte früh, um die Ruhe am Morgen zu genießen (ein klarer Vorteil, wenn du mit dem Campervan unterwegs bist!).

Wandern in den Pyrenäen durch das Ordesa-Tal in der Nähe des Flusses mit hohen Klippen im Hintergrund.

Ordesa Valley

5. Lac d’Ilhéou – Auszeit in den Pyrenäen

Diese beliebte Wanderung führt zu einem traumhaft gelegenen Bergsee, umgeben von fotogenen Gipfeln. Hier kann es voll werden. Es bleibt aber stets genug Platz für Erkundungen. Die ganz harten unter uns werden dem kalten Wasser nicht widerstehen können.

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Entfernung: 8 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 628 m
  • Streckenverlauf: Hin und zurück
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Ideale Wanderzeit: Juni bis Oktober (im Winter bei Schnee möglicherweise nicht machbar)
  • Vor Ort: Speisen in der Berghütte am See (saisonbedingt) – keine Toiletten oder Wasserversorgung auf der Strecke.

Tipp: Warm anziehen. Der Wind am See kann sogar im Sommer überraschend kühl sein.

Lac Bleu d'Ilhéou. Wanderung.

Lac d’Ilhéou

6. Aneto – Auf dem Dach der Pyrenäen

Mit 3.404 Metern ist der Aneto der höchste Gipfel der Pyrenäen und die Wanderung eine der anspruchsvollsten der Region. Der Aufstieg führt über Gletscher und den berühmten Grat „Paso de Mahoma“. Dieser nervenaufreibende letzte Abschnitt sorgt für reichlich Adrenalin. Normalerweise teilt man die Tour auf zwei Tage auf (sehr fitte und erfahrene Bergsteiger schaffen sie auch an einem Tag). Die sogenannte „Normalroute“ ist dabei die beste Wahl, um diesen schneebedeckten Riesen zu bezwingen.

  • Schwierigkeitsgrad: Schwierig
  • Entfernung: 10,8 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 1,401 m
  • Streckenverlauf: Hin und zurück
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Erreichbarkeit: Juni bis September; in den restlichen Monaten ist professionelle Bergausrüstung erforderlich. 
  • Vor Ort: In der Nähe gibt es eine einfache Berghütte – unterwegs jedoch weder Verpflegung noch Toiletten.

Tipp: Steigeisen und Eispickel sind Pflicht – dieser Aufstieg ist kein Spaziergang, sondern eine echte alpine Herausforderung.

Wandern auf dem Aneto-Gipfel in den Pyrenäen.

Aneto

7. Bouillouses – Ein Wanderparadies mit 16 Bergseen

Diese spektakuläre Wanderung führt vorbei an mehreren Bergseen und durch saftig grüne Wiesen. Mit etwas Glück begegnest du sogar weidenden Kühen. Perfekt für einen Tag voller Natur. Die Wanderung ist gut ausgeschildert, mit einigen steileren Anstiegen. Ein ordentliches Profil unter den Sohlen erleichtert diese traumhafte Tour.

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Entfernung: 21,6 km (Hin- und Rückweg)
  • Höhenunterschied: 351 m
  • Streckenverlauf: Rundtour
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Wanderkarte
  • Ideale Wanderzeit: Mai bis Oktober (im Winter kann die Straße gesperrt sein). 
  • Vor Ort: Restaurants, Toiletten und Trinkwasser in der Nähe des Sees.

Tipp: Ideal für Trips mit dem Campervan. In der Nähe gibt es Campingplätze mit herrlicher Aussicht.

Rundwanderweg um Bouillouses mit einem der 16 Seen.

Bouillouses

8. Monte Perdido – Klassisches Hochgebirgswandern vom Feinsten

Mit 3.355 Metern zählt der Monte Perdido zu den markantesten Gipfeln der Pyrenäen. Der Aufstieg vom Ordesa-Tal bis zum Gipfel ist lang und unvergesslich. Im Sommer ist die Tour auch für weniger erfahrene Wanderer machbar, im Winter jedoch nur für erfahrene Bergsteiger. Falls du nicht ganz nach oben willst, keine Sorge: Der umliegende Nationalpark bietet jede Menge traumhafte Wanderwege zwischen verschneiten Gipfeln und grünen Tälern.

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel bis schwer
  • Entfernung: 6-20 km
  • Höhenunterschied: Bis zu 2.200 m
  • Streckenverlauf: Hin und zurück und Rundwanderungen
  • So kommst du hin: Ausgangspunkt | Verschiedene Wanderkarten
  • Ideale Wanderzeit: Juni bis September (im Winter ist viel Bergerfahrung nötig).
  • Vor Ort: Keine Infrastruktur. Genügend Wasser und Proviant mitnehmen!

Tipp: Eine Stirnlampe ist ein Muss in den frühen Morgenstunden. Du wirst den Gipfel erreichen wollen, bevor sich die ersten Wolken bilden.

Wasserfall entlang des Monte Perdido-Wanderwegs.

Monte Perdido

Ausrüstung

Bevor du dein Wanderabenteuer in den Pyrenäen startest, stell sicher, dass du gut vorbereitet bist. Hier kommt deine Packliste:

  • Feste Wanderschuhe mit gutem Profil
  • Wetterfeste Kleidung – am besten im Zwiebellook, damit du flexibel auf Temperaturwechsel reagieren kannst
  • Karte oder GPS – nicht überall gibt es Handyempfang
  • Wiederbefüllbare Trinkflasche(n) und energiereiche Snacks
  • Sonnencreme und Sonnenbrille – ja, auch (oder gerade) in den Bergen!
  • Wanderstöcke für steile Abstiege
  • Stirnlampe – für frühe Starts oder späte Rückwege 


FAQs zum Wandern in den Pyrenäen:

1. Zu welcher Zeit ist Wandern in den Pyrenäen am besten?

Die idealen Monate sind Juni bis September. Das Wetter meist stabil und die meisten Wege sind schneefrei.  Frühling und Herbst können ebenfalls traumhaft sein, in höheren Lagen liegt jedoch oft noch Schnee.

2. Kann man auch im Winter in den Pyrenäen wandern?

Ja, aber nur mit entsprechender Ausrüstung. Für höher gelegene Routen brauchst du Schneeschuhe, Steigeisen und Winterkleidung.  Gipfeltouren wie zum Aneto sind im Winter nur etwas für erfahrene Alpinisten.

3. Gibt es in den Pyrenäen Bären?

Ja, aber sie sind extrem selten und sehr scheu. Viel wahrscheinlicher ist eine Begegnung mit Wildschweinen oder freilaufendem Vieh – halte einfach etwas Abstand.

4. Brauche ich eine Genehmigung zum Wandern in den Pyrenäen?

Die meisten Wanderwege sind frei zugänglich. Für bestimmte Gebiete, wie den Nationalpark Aigüestortes, brauchst du aber eine Genehmigung, wenn du dort übernachten willst.

5. Darf man in den Pyrenäen wild campen?

In Nationalparks ist Wildcampen in der Regel nicht erlaubt. In abgelegenen Gegenden über 1.500 m wird es manchmal geduldet. Informier dich vor Ort und schau in unseren Guide zum Wildcampen in Spanien.

 

Die Pyrenäen im Campervan erkunden

Das Schönste am Wandern in den Pyrenäen ist die Freiheit, deinen eigenen Rhythmus zu finden und einfach die besten Trails abzufahren. Wie könnte das besser gehen als mit dem Campervan? Park direkt am Ausgangspunkt, wach mit Blick auf die Berge auf und beende den Tag mit einem wohlverdienten Essen in deinem mobilen Zuhause.

Also – welche Tour nimmst du als Erstes in Angriff? Die Pyrenäen warten auf dich! 🚐 🏔️